Gold – jetzt einsteigen ?

Das Thema was seit Monaten in aller Munde ist – Gold. Rufen Sie beispielsweise eine Finanzwebsite im Internet auf, so blinken Ihnen Angebote und Werbung zum Goldkauf prominent entgegen. Gegen eine Beimischung von Rohstoffen und Edelmetallen im Vermögen ist grundsätzlich nichts zu sagen. Gerade, wenn es um Inflationsschutz geht, kann der Sachwert Gold sinnvoll sein.

Allerdings bewegt sich der Goldpreis derzeit auf dem Niveau seines Allzeithochs bei 1.318 USD pro Feinunze Gold. 1980 befand sich der Goldpreis im Zuge der Irankrise ebenfalls im rasanten Aufwärtstrend: 850 USD wurden damals in der Spitze für eine Feinunze Gold bezahlt. Daran anschließend ging es dann kontinuierlich bergab bis zum Tiefstand von 252 USD im Juni 1999. Erst im Jahr 2008 wurde die Marke von 850 USD wieder erreicht. Sie hätten also bei einem Einstieg im Jahr 1980 28 Jahre warten müssen, bis Sie Ihre Investitionssumme erneut erreicht hätten. Durch die jährliche Inflation heißt dies aber, dass Sie trotzdem unter dem Strich einen deutlichen Kaufkraftverlust über diese Jahre hinnehmen hätten müssen. Natürlich können auch wir den zukünftigen Goldpreis nicht vorhersagen. Und der Rohstoff Gold wird weiterhin ein knappes Gut bleiben. Immer tiefer müssen die Minen in die Erde getrieben werden, um noch an das Erz zu kommen. In Südafrika liegen die Rekordminen bei ca. 4.000 Meter Tiefe. Die Förderkosten sind hoch und der Ertrag relativ gering. Aus einer Tonne Gestein können heutzutage ca. 8 bis 10 Gramm Gold gewonnen werden. Die Gesamtkosten der Förderung liegen je nach Förderungsart und Tiefe der Mine bei durchschnittlich 400 USD pro Feinunze Gold (31,1 Gramm).

Trotzdem ist der Goldpreis nicht aufgrund dieser Relation so rasant gestiegen.
Vor allem Angst und Sorge haben den Preis in die Höhe getrieben. Gold ist der klassische Fluchthafen in Zeiten von Finanzkrisen und globalen Unruhen. Dabei gibt es genügend Stimmen, die diese Reaktion also den Kauf von Gold als “gefühlte Sicherheit” als “absoluten Blödsinn” bezeichnen.

Quelle: Frauenvermögen